Orthodoxes Forum

Neue Beiträge im Orthodoxen Forum.

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  • Guten Morgen,

    Mir sind kürzlich Begriffe wie katholisch-orthodoxe oder orthodoxe katholische Kirche begegnet.

    Sind die gebräuchlich? Aufgrund der historischen Entwicklung finde ich sie näher als nur orthodoxe, weil wir bis zum Morgenländischen Schisma von katholischer Kirche gesprochen haben.

    Statistik: Verfasst von isaias — 04.07.2026, 06:44 — Antworten 3 — Zugriffe 43


  • Guten Tag. Ich bereite mich darauf vor, in drei Wochen mit einer kleinen Gruppe aus unserer Gemeinde auf Pilgerreise nach Jerusalem zu gehen. Wir möchten für unsere Familien erreichbar bleiben, die Gottesdienstzeiten einsehen und eventuell ein paar Fotos mit denen teilen, die nicht mitkommen konnten. Ein Mitglied der Gruppe hat mir von der eSIM-Karte als Lösung erzählt, um die üblichen Roaming-Gebühren zu vermeiden. Ich habe so etwas bisher noch nie benutzt. Mein Handy ist, soweit ich das überprüft habe, kompatibel, aber ich bin mir nicht sicher, welchen Anbieter ich für Israel wählen soll und ob die Aktivierung vor Ort wirklich reibungslos funktioniert. Hat jemand von euch schon einmal eine eSIM-Karte auf einer solchen Reise genutzt? Konkrete Erfahrungsberichte zur Zuverlässigkeit oder zu den Tarifen würden mir bei der Entscheidung wirklich helfen.

    Statistik: Verfasst von Collin — 03.07.2026, 10:09 — Antworten 2 — Zugriffe 65


  • Liebe Geschwister,

    ab sofort ist die Anmeldung für das kommende Studienjahr in der Orthodoxen Theologischen Fernschule möglich. Der Unterricht beginnt am 1. September.

    Wichtige Neuerung – in vielen orthodoxen Diözesen in Deutschland ist nach dem Theologischen Kurs eine Weihe zum Diakon möglich. Außerdem arbeiten wir aktuell an einem Pastoralen Kurs, der sich an zukünftige Priester richten wird. Ob dieser Kurs bereits dieses Jahr startet, steht noch nicht fest. Sobald die Kursplanung steht, informieren wir Sie über unsere Webseite.

    Aktuell bieten zwei Kurse an:

    Katechesekurs „Einführung in die Orthodoxie“
    Der Katechesekurs richtet sich an Menschen ohne theologisches oder biblisches Wissen, die den orthodoxen Glauben kennenlernen möchten. Er eignet sich z. B. für Katechumenen, die eine Aufnahme in die orthodoxe Kirche suchen und Menschen, die den orthodoxen Glauben unverbindlich kennenlernen möchten.
    https://www.orthodoxe-fernschule.de/ind... echesekurs

    Theologischer Kurs „Vertiefung in den orthodoxen Glauben“
    Der Theologische Kurs ist für Menschen ausgelegt, die bereits über ein Basiswissen verfügen. Er eignet sich für Lehrer der Sonntagsschulen, Katecheten, kirchliche Sänger und Leser, Altardiener, aber auch für Menschen ohne kirchliches Amt, die ihr biblisches und theologisches Wissen vertiefen wollen.
    https://www.orthodoxe-fernschule.de/ind... scher-kurs
     
    Für diejenigen, die nicht sicher sind, welchen Kurs sie belegen sollten, findet sich auf unserer Webseite eine Entscheidungshilfe: https://www.orthodoxe-fernschule.de/ind... -passt-mir
     
    Priester Alexej Veselov

    Statistik: Verfasst von Igor — 30.06.2026, 07:27 — Antworten 1 — Zugriffe 139


  • Ich war heute bei einem deutschsprachigen Orthodoxen Gottesdienst, gefeiert wurde die Chrysostomos Liturgie. Für mich war vieles ungewohnt. Die römischen Gottesdienste sind sehr dialogisch auf Interaktion ausgerichtet. Hier fand Austausch wesentlich zwischen Chor und Zelebranten statt. Mich hatte es verwundert, dass nicht einmal das "Amen" von der Gemeinde gesagt wird, ist es doch die Bestätigung dessen, was zuvor gesagt wurde. Dafür war allerdings das Bekreuzigen mehr als ausgeprägt, gefühlt 300 mal. Es wirkte so, als würde das sich bekreuzigen die eigentliche Interaktion sein, ist der Eindruck richtig? Das war für mich sehr ungewohnt. Andere Elemente habe ich von anderen christlichen Gottesdiensten wieder erkannt, das finde ich jedesmal faszinierend, wie sich "Konfessionsübergreifend" immer wieder Ähnlichkeiten sehen lassen.
    Habe auch mit zwei, drei Gemeindemitgliedern gesprochen. War auf jeden Fall interessant.

    Statistik: Verfasst von isaias — 28.06.2026, 13:25 — Antworten 9 — Zugriffe 239


  • Guten Morgen,

    woher kommt die Ansicht, der Orthodoxie wäre weniger rational als der Katholizismus?

    Meinem Empfinden nach ist die "katholische Rationalität" im praktischen Leben kaum relevant. Es gibt zwar viele Formeln, die sich in ihrer Sprache einem Vokabular bedienen, das die Menschen heutzutage kaum noch verstehen, weil sie mit griechischer Philosophie nicht vertraut sind.

    Oftmals hatte ich den Eindruck, die katholische Intellektualität erklärt vor allem die eigenen dogmatischen Formeln, aber nicht den eigentlichen Glaubensinhalt. Man übersetzte die biblischen Modelle aus apologetischen Gründen in philosophische Modelle, um den Glauben erklären und verteidigen zu können, fing dann aber an, diese philosophischen Modelle zum Glaubensinhalt zu machen.

    Manchmal bemühte man sich um Einfügungen, um Sachverhalte klarer zu machen und Irrlehren abzuwehren - so die Begründung für das Filioque als Abwehr des Arianismus -, gleichzeitig erinnere ich mich an ein Interview mit Kurt Kardinal Koch, der erklärte, dass die Mehrheit der Christen aus seiner Sicht heute Arianer sind. Das Anliegen ist also missglückt.

    Ich finde es gut und richtig, dass man den eigenen Glauben rational durchdringen und begründen kann, aber ich kann die Wahrheit selbst nicht rational durchdringen. Selbst einer der klassischen (philosophischen) Gottesbeweise, die am Ende auch nur Versuche sind, den Geist zu beruhigen, kennen die Idee, dass Gott das ist, über das nicht höheres hinausgedacht werden kann - es ist immer das, was oberhalb des Denkbaren liegt. Die Idee, Gott denken und erklären zu können, ist aus meiner Sicht die menschliche Hybris, die Erkenntnis der Wahrheit als das Produkt meiner Erkenntnis zu sehen, nicht aber als Geschenk der Offenbarung.

    Daher bin ich nicht sicher, wie ich den Vorwurf der fehlenden Rationalität gegenüber der Orthodoxie verstehen soll, ohne im Katholizismus eine Überbetonung des Rationalen zu sehen. Die Schlüssigkeit eigenen Denkens und Handelns auf der einen Seite, aber Gott selbst entzieht sich unseren rationalen Begriffen, die ihn immer greifen wollen. Gott hat sich für mich erst in Jesus Christus greifbar und erkennbar gemacht, indem er in die Endlichkeit hineingebrochen ist. Jenseits dieser Offenbarung hilft die Rationalität nicht weiter.

    Wie seht Ihr das?

    Statistik: Verfasst von isaias — 27.06.2026, 04:31 — Antworten 10 — Zugriffe 252