Orthodoxes Forum

Neue Beiträge im Orthodoxen Forum.

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  • Hallo an euch,

    ich bin in einer orthodoxen Familie aufgewachsen und wurde als kind getauft, wir haben immer unsere Traditionen ausgeführt aber ansonsten bin ich nie mit der Orthodoxie im Alltag oder sonst in meinem leben in Kontakt getreten. Ich hab 20 jahre meines Lebens gelebt ohne wirklich “gläubig“ zu sein. Durch verschiedene umstände in meinem Leben sah ich keinen anderen Weg als das ich mich zu Gott wende und habe dementsprechend auch viel reue gezeigt und gebetet. Mittlerweile lese ich die Einheitsübersetzung der Bibel aber ich will mehr wissen erlangen und gläubiger werden. Daher meine Frage an euch, was sollte ich mir weiter anschauen beziehungsweiße was würdet ihr mir empfehlen?

    Ich danke euch für eure Hilfe.

    Gottes Segen.

    Statistik: Verfasst von tebramiki — 23.03.2026, 21:44 — Antworten 3 — Zugriffe 222


  • Liebe Brüder und Schwestern im Glsuben,

    soweit ich das richtig verstehe, ist die Orthodoxe Kirche ein spirituelles Krankenhaus, welches das Gemeindemitlied von den Sünden heilt, die es von Gott trennen.

    Man liest, dass der Priester dem Beichtenden manchmal durch tröstende Worte oder Rat ein spirituelles Medikament verabreicht.

    Angenommen, jemand beichtet seinen Stolz und hat danach anhaltend (nicht nur an einem einzelnen "schlechten" Tag) den Eindruck, der Priester verhält sich daraufhin dauerhaft deutlich "kühler" als zuvor?
    Abgesehen davon, dass der Priester vielleicht selber gerade eine schwere Zeit durchmacht: kommt so etwas vor, dass ein Priester dem Beichter seine spirituelle Medizin durch demütigendes Verhalten zeigt: um den Stolz zu brechen?

    Was meint Ihr dazu?

    Eine gesegnete Große Fastenzeit,
    Eure Honigbiene

    Statistik: Verfasst von Honigbiene — 19.03.2026, 00:20 — Antworten 7 — Zugriffe 295


  • Hallo zusammen,

    ich heiße Mike, bin römisch-katholisch getauft und spüre schon seit Jahren, dass mein Verständnis eher orthodox geprägt ist. Nach längerer Auseinandersetzung mit der Orthodoxie werde ich kommenden Samstag zum ersten Mal eine russisch-orthodoxe Liturgie besuchen.

    Seit einiger Zeit bete ich bereits mit einem orthodoxen Gebetsbuch und versuche, mich Schritt für Schritt mit den Riten und Gebräuchen vertraut zu machen.

    Ich hätte einige Fragen und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann.

    In Zukunft würde ich gerne vollständig zur Orthodoxie übertreten. Allerdings ist es für mich aktuell schwierig, jedes Wochenende regelmäßig an der Liturgie teilzunehmen, da wir kleinen Nachwuchs zu Hause haben und unsere Wochenenden oft unvorhersehbar sind.
    Ist es unter diesen Umständen dennoch möglich, in die Orthodoxe Kirche aufgenommen zu werden, oder wird das individuell entschieden?

    Außerdem habe ich eine Frage zu Ostern: Wie geht ihr damit um, wenn die nicht-orthodoxe Familie Ostern zu einem anderen Zeitpunkt feiert als die orthodoxe Kirche?

    Ich hoffe, der Text ist nicht zu lang, und freue mich über Antworten.

    Liebe Grüße
    Mike

    Statistik: Verfasst von Mike — 17.03.2026, 16:40 — Antworten 14 — Zugriffe 727


  • Kann mir jemand sagen, ob dieses Stundenbuch für Laien irgendwo leicht erhältlich ist: https://ruslania.com/ru/knigi/1368171-c... kij-jazyk/

    Ich habe es mir schon als PDF heruntergeladen, hätte es aber gerne auch "physisch", da mir herumblättern leichter fällt als tippen und wischen und es zusätzlich genug zu tippen und wischen gibt...

    Elias.

    Statistik: Verfasst von Elias70 — 08.03.2026, 20:29 — Antworten 2 — Zugriffe 473


  • Liebe Brüder und Schwestern im Glauben,

    falls meine Frage besser zu einem bereits eröffneten Forumsthema passt, bitte ich um Verschieben.

    Noch relativ neu und grundsätzlich sehr glücklich in der orthodoxen Kirche, habe ich folgende Frage:

    In der Beichte geht es darum, weder die Sünden anderer zu beichten, noch seine eigenen begangenen Sünden durch irgendwelche Umstände zu rechtfertigen, sondern eben so pur wie möglich vor Jesus - bezeugt vom Beichtvater - zu bekennen.

    So weit so klar.

    Auch habe ich verstanden, dass man über widerfahrene Ungerechtigkeiten idealerweise Stillschweigen wahren sollte, da man sie dann als Einzahlung auf sein himmlisches Konto betrachten kann.

    Die Beichtsituation in unserer Kirche gestaltet sich so, dass fast jeder, der vor dem Priester steht, ein längeres Gespräch führt. Dementsprechend lange dauert der gesamte Vorgang, und dementsprechend hart muss das für den Priester sein.

    Deshalb habe ich mich beim Beichten jeweils bewusst kurz gefasst. Merkwürdigerweise hatte ich schon mehrmals nach der Beichte kein Gefühl der Erleichterung, sondern eher einer inneren Irritation im Sinne von "war das eigentlich überhaupt zu Beichtendes?"

    Der Priester ist auch nach dem offiziellen Ablauf oft von einer großen Ansammlung von (im Kern immer den gleichen) Personen umringt, so dass ich auch hier mich nicht auch noch aufdrängen bzw. andere nochmal wieder länger warten lassen will.

    Jetzt habe ich dem viel beschäftigten Priester eine ausführliche e-mail zu den Hintergründen einer bestimmten an ihn gerichteten Frage gestellt. Er hat mich während der bisher stattgefundenen Gespräche von sich aus nie etwas gefragt oder mich ausdrücklich eingeladen, ihm von mir zu erzählen. Einerseits schätze ich diese Zurückhaltung, andererseits gibt diese mir aber doch auch den Rahmen vor, aus Respekt mich selbst auch zurückzuhalten?

    Daher meine Frage:
    War das jetzt unmöglich von mir im Sinne von distanzlos? Ist es evtl. ein Mangel an Demut, dass mir das oben beschriebene Setting in der Kirche "nicht gut genug" ist und ich (vor mir selbst unbewusst) nach einer Extrabehandlung vom Priester verlange? Oder war es richtig, auf diese Weise auf den Priester zuzugehen? Denn woher soll er wissen, dass ich Fragen habe, wenn ich sie nicht stelle? Liege ich ihm menschlich einfach nicht so?
    Oder ist der Priester der Gemeinde einfach zum Abhalten der Liturgie und zur Abnahme der Beichte da, und ich sollte ihm nicht mit irgendwelchen langatmigen Details aus meiner Lebensgeschichte lästig fallen? Ist vielleicht meine Intention, vom Priester verstanden werden zu wollen, grundfalsch und liegt genau hierin der Grund meines Gefühls, irgendetwas ist komisch?

    Ich habe auch jetzt wieder (wie nach der Beichte) hinsichtlich der e-mail ein merkwürdiges Gefühl, jedenfalls keine Erleichterung.

    Mein Gedanke war schon, ob ich parallel noch andere Gemeinden besuchen sollte, um dort einen geistlichen Vater zu finden, mit dem ich Persönliches bespreche, während ich beim Gemeindepriester nur beichte, um zur Kommunion zugelassen zu werden. Ich weiß von Gemeindemitgliedern, die so verfahren, es scheint durchaus üblich zu sein.

    Ich respektiere den Priester unserer Gemeinde, meine Gedanken richten sich in keiner Weise gegen ihn.

    Jetzt warte ich in Ruhe seine Reaktion auf die e-mail ab. Wenn ich auch hier weiterhin ein komisches, peinlich-berührtes Gefühl habe, werde ich so vorgehen. Vielleicht stimmt einfach die "Chemie" nicht, und ich sollte darüber nicht weiter nachdenken.


    Über Gedanken dazu würde ich mich freuen, auch Kritik an meinem Verhalten (wenn höflich formuliert 😅), nehme ich dankbar entgegen.

    Eine gesegnete Große Fastenzeit wünscht Eure Honigbiene

    Statistik: Verfasst von Honigbiene — 02.03.2026, 08:41 — Antworten 2 — Zugriffe 1853